Von Honig, Werkzeugen und Imkerwissen

Nun sind wieder einige Wochen seit unserem letzten Eintrag vergangen.

Unser Bienenvolk hat diese Zeit mit einigen sehr kalten Tagen gut überstanden und wird nun langsam wieder ein wenig aktiver und wächst.

Wir Bienenschwärmer haben die kalte Zeit genutzt, um den Honig weiter abzufüllen. Dies ist nun abgeschlossen, sodass unsere Honigeimer bereit sind für die Ernte im Jahr 2019.

Die neuen Mitglieder der Bienenschwärmer haben in diesen Wintermonaten einen Menge über die Bienen, unsere Aufgaben als Imker und die verschiedene Materialien und Werkzeuge gelernt. Das erworbene Wissen kann bald in der Praxis erprobt werden, wenn die Temperaturen weiter steigen und wir wieder mit regelmäßigen, wöchentlichen Kontrollen beginnen.

Zudem haben wir unsere Materialien gesichtet und noch fehlendes Material nachbestellt. Denn auch wir Bienenschwärmer shoppen mal ganz gerne.

Nun freuen wir uns auf die neue Saison und sehnen den Frühling und die erste Tracht herbei!

Herbst/Winter 2018…die Spannung lässt nicht nach

 

Zunächst wünschen wir allen Leserinnen und Lesern ein tolles und honigreiches Jahr 2019.

 

Lang, lang ist es her, dass wir das letzte Mal von uns haben hören lassen…und einiges ist seitdem passiert!

 

Vorab die freudige Nachricht: In der Saison 2018 konnten wir uns über vier Honigernten mit insgesamt 71 kg Honig freuen.

 

Unsere beiden Bienenvölker ließen es auch weiterhin nicht langweilig werden. In den letzten Monaten waren sowohl die „Honigsternchen“ als auch die „Glücksbienchen“ sehr schwach. Aus Sorge um unsere Bienen, haben wir uns im Dezember nach Rücksprache mit unserem Imkerpaten dazu entschieden, beide Bienenvölker zu einem zusammenzulegen. Aus diesem Grund ist auf unseren Gelände nun nur noch ein Bienenstock zu sehen.

 

Mit einer guten Menge Futterteig und einem mulmigen Gefühl haben wir das neue Volk in die Weihnachtspause verabschiedet und sehr gehofft es im neuen Jahr wieder begrüßen zu können.

 

am vergangenen Montag haben wir uns mit ein wenig Herzrasen auf den Weg zum Bienenvolk gemacht…die Spannung wuchs mit jedem Schritt! Würden wir Bienen vorfinden oder hatte das Volk sich am Ende nicht zusammengefunden und der Kälte nicht getrotzt?

 

Die Beute haben wir bei diesen niedrigen Temperaturen natürlich nur kurz geöffnet, um den Bienen neuen Futterteig zu bringen.

 

Erwartungsvoll nahmen wir den Deckel ab … wir haben uns sehr gefreut, dass wir sowohl einzelne Bienen sehen als auch ein leises Summen vernehmen konnten. Unsere Imkerherzen schlug höher und jetzt hoffen wir sehr, dass es das Volk auch durch die nächsten Winterwochen schaffen wird.

 

Mit großer Freude haben wir vor einigen Wochen sieben neue Mitglieder in der Runde der Bienenschwärmer begrüßt.

 

Zuvor haben  die Bienenschwärmer im Rahmen eines Elternabends den Eltern der interessierten Schüler die AG vorgestellt. Es war beeindruckend zu sehen, wie wortgewandt und fachkundig unsere erfahreneren Teilnehmer über das Imkern sprechen konnten.

 

Noch immer füllen wir den Honig des Jahrgangs 2018 ab und verschenken ihn als Dankeschön an alle Spenderinnen und Spender, die unsere AG unterstützen.

Sweet News!

Zuerst einmal eine Entwarnung: Bei unserer Durchsicht in der letzten Woche haben wir bei den Honigsternchen frische Brut gefunden und dürfen damit von dem Vorhandensein einer Königin ausgehen – auch wenn sich diese edle Dame bisher erfolgreich vor uns versteckt hat. Wir sind sehr froh und hoffen, dass die nächsten Wochen weniger nervenaufreibend werden.

Außerdem haben wir in der letzten Woche den ersten Honig der Saison geerntet. Trotz der Turbulenzen in der letzten Zeit haben die fleißigen Bienchen 20 kg Honig zusammengetragen und es wird vermutlich noch weiterer Honig folgen, da etliche Waben in einem fast vollen Zustand auf das Schleudern warten.

Der Honig – Und wir haben jetzt wirklich Honig! – wird nun in Honigeimern gelagert und regelmäßig gerührt, damit unsere erste Ernte 2018 mit seiner sahnigen Cremigkeit begeistert. Die ersten Gläser werden beim diesjährigen Sommerfest unserer wundervollen Schule am 16.06.2018 an den Höchstbietenden Spender versteigert.

Am kommenden Montag steht die nächste Ernte an und wir Bienenschwärmer beben vor Erwartung.

Königliche Sorgen

Das Drama um unsere Königin der Honigsternchen reißt nicht ab. Nachdem wir bei der vorletzten Kontrolle eine aufgebrochene Weißelzelle und eine junge Königin gesehen haben, fanden wir am Freitag der letzten Woche unser Volk ohne Weißel und frische Brut vor.

Zwar füllen sich bei beiden Völkern die Honigräume (1 1/2 Zargen pro Volk) und die Umstellung auf Großraumbruträume (1 1/2 DNM) hat gut funktioniert, aber nun geht es um das reine Überleben. Wo ist die Königin der Honigsternchen? Mitunter passiert es, dass junge Königinnen von ihrem Hochzeitsflug, auf dem sie sich mit bis zu 20.0000 Drohnen paaren können, nicht zurückkehren, sondern, sagen wir einmal, im Magen einer vorbeifliegenden Schwalbe landen. Dann hat der Imker Pech gehabt und guter Rat ist teuer. Wenn sich bei der nächsten Kontrolle keine Königin und keine frische Brut finden, werden wir versuchen, eine Brutwabe des Nachbarvolks zu importieren, um den Arbeiterinnen die Chance zu geben, eine neue Königin zu machen. Leider wird das Volk durch die lange Zeit ohne Königin und den Abgang eines Schwarms mit der alten Königin arg geschwächt sein und es wird an uns Bienenschwärmern liegen, diesem Volk das Leben zu retten.

Keine Zeit für Langeweile…

 

Über Langeweile und Eintönigkeit können wir Bienenschwärmer uns wirklich nicht beklagen…ein spannendes Ereignis jagt das nächste!

Zunächst die freudige Nachricht: In keinem der beiden Völker sind noch Wachsmottenlarven zu finden – unsere Maßnahmen waren offensichtlich erfolgreich und beide Völker haben an neuer Stärke gewonnen, sodass sie weitere Eindringlinge nun vermutlich auch allein erfolgreich bekämpfen können.

Mit großer Begeisterung konnten wir deshalb den Wohnraum der „Glücksbienchen“ bereits in der vergangenen Woche wieder erweitern. 

Der Mai mit seinen sonnigen Temperaturen steigert bei den Bienen auch die Begeisterung sich zu vermehren und weiter auszudehnen. In den Bienenstöcken herrscht reger Betrieb und die Bienen vergrößern fleißig ihr Brutnest. Nachdem wir vor kurzen noch den Eindruck hatten, dass wir den Bienen zu viel Raum gegeben haben, hat sich die Situation innerhalb kurzer Zeit ins Gegenteil verkehrt.

Die „Honigsternchen“ waren vermutlich mit der Größe ihrer Wohnung nicht mehr zufrieden, sodass ein Teil des Volkes sich scheinbar auf die Suche nach einer neuen Behausung begeben hat.

Bei unserer Kontrolle konnten wir die Königin nicht entdecken und es war auch keine ganz frische Brut vorhanden. Zudem wirkten viele Rähmchen deutlich weniger bevölkert als bei unserer letzten Kontrolle, sodass alles auf ein Umzug hindeutet – Imker bezeichnen diesen Vorgang als Schwärmen.

Die verbleibenden Bienen sind bereits dabei eine Thronfolgerin heranzuziehen. Wobei eine Thronfolgerin in diesem Fall nicht richtig ist…wir haben bei unserer Durchsicht knapp zehn Weiselzellen (Name der Zellen, in denen eine Königin heranwächst) gefunden. 

Im Gegensatz zu den Königshäusern, in denen es mehrere Thronfolger geben kann, wird hier am Ende jedoch nur eine Königin überleben. Die anderen Larven werden von ihren Artgenossen schonungslos getötet, sobald eine Nachfolgerin geschlüpft ist.

Wir sind gespannt, ob wir unsere geschwärmten Freunde entdecken und ihnen ein neues Zuhause anbieten können…

Sowohl die „Glücksbienchen“ als auch die „Honigsternchen“ haben schon fleißig Honig eingetragen, sodass wir den Honigraum erweitern können und unsere Vorfreude auf die Honigernte weiter steigt! 

 

…wie die Maden im Wachs…

Die warme Frühlingssonne und der verlockende Duft frischer Pollen sorgt dieser Tage an unseren Fluglöchern für eine lebhaftes Starten und Landen. Während den Allergikern unter uns die Nase juckt, freuen sich unsere Bienen darüber, endlich frisches Futter finden zu können. 

Uns Bienenschwärmer umtreibt aber zur Zeit eine gewisse Sorge um unsere „Glücksbienchen“, das ursprüngliche unserer beiden Völker. Aus Gründen, die wir noch nicht vollständig nachvollziehen konnten, kämpfen sie zur Zeit mit Eindringlingen in ihrer Beute – Wachsmottenmaden. Wachsmotten legen ihre Eier in oder direkt vor den Bienenstöcken ab. Die Larven krabbeln anschließend zu den Waben, fressen Gänge durch die Waben und zerstören sie auf diese Weise. Für die erwachsenen Bienen sind die Larven nicht unbedingt gefährlich, allerdings wird die Weiterentwicklung der Brut verhindert bzw. stark eingeschränkt, sodass das Bienenvolk erheblich geschwächt wird. Diesen Effekt beobachten wir nun gerade bei unserem Volk. Normalerweise würden die Bienen die rüden Eindringlinge ohne wenn und aber vor die Tür setzen, aber dazu muss ein Volk gesund und stark sein – und das sind unsere „Glücksbienchen“ leider noch nicht. Warum? Diese Frage beschäftigt uns sehr…

Informationen zur Wachsmotte

Um dem Volk ein bisschen zu helfen, haben wir sie eingeengt. Wo sie vorher zwei ganze Bruträume und einen optimistischen Honigraum zur Verfügung hatten, leben sie jetzt nur noch in einem einzigen Brutraum. Die Hoffnung ist, dass sie ihren jetzt kleineren Wohnraum besser gegen die garstigen Maden verteidigen können.

Das Nachbarvolk der „Glücksbienchen“ , die „Honigsternchen“, lebt derweil munter und aktiv vor sich hin. Der eineinhalbmal so große Brutraum dieses Volks hat sich nahezu vollständig mit Brut, Nektar und Pollen gefüllt. Zwar haben auch hier die miesen Motten Spuren hinterlassen, aber der Schaden war deutlich geringer.

Wir fiebern jetzt mit Vorfreude, aber auch mit ein wenig Sorge um unsere „Glücksbienchen“, unserer nächsten Kontrolle am kommenden Montag entgegen. 

In dieser Ausgabe unseren Blogs veröffentlichen wir auch ein paar Bilder von unserer Arbeit an den beiden Völkern und Aufnahmen von Bienen, Hummeln und einer insektoiden Zufallsbegegnung, die wir in diesem April gemacht haben, der übrigens der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Jahr 1881 war.

Blühlingsbeginn in Brandenburg

Endlich ist der lang ersehnte Frühling in unseren Breiten angekommen. Während sich die Bienen des Rheinlandes bereits an der Kirschblüte erfreuen, müssten die Bienen Brandenburgs noch auf die ersten Blüten, Knospen und vor allem warmen Temperaturen warten. Nun ist es aber endlich so weit und wir können es kaum erwarten, nach den Ferien zu sehen, ob„Glücksbienchen“ und „Honigsternchen“ erfolgreich in den Outdoorteil des Bienenjahrs gestartet sind. Wir werden die Ergebnisse unserer morgigen Kontrolle natürlich mit unseren Lesern teilen.

März 2018

Der Frühling wird weiterhin vermisst„Glücksbienchen“ und „Honigsternchen“ starten langsam in die neue Saison„Honighelden“ werden mit Freude erwartet

Seit unserem letzten Blogeintrag sind einige Wochen vergangen, aber der Frühling lässt weiterhin auf sich warten…Bienen und Bienenschwärmer sehnen wärmere Temperaturen herbei!

Bisher haben unsere beiden Bienenvölker den Winter gut überstanden, an den ersten aber leider wenigen sonnigen Tagen war schon reger Betrieb an den Fluglöchern zu verzeichnen. 

In den letzten Wochen wurden die Bienen von uns durch Futterteig unterstützt, da sie bei diesen Temperaturen noch nicht ausreichend Pollen und Nektar  als Futter eintragen können. Ein Blick von oben in die Bienenstöcke während der Fütterung zeigte, dass die Bienen schon wieder aktiv sind. Die Brutnester dehnen sich langsam aus.

Wir Bienenschwärmer können es nur schwer abwarten, endlich die erste Frühjahrskontrolle durchzuführen. Allerdings sind wir hierfür auf Temperaturen ab 12°C angewiesen, sodass derzeit noch ein wenig Geduld notwendig ist. Die Bienen sollen sich schließlich nicht verkühlen, wenn wir die Rähmchen aus den Zargen nehmen um unter anderem die Königin zu suchen. Zudem werden wir diese erste Durchsicht nutzen um einige leere Futterrähmchen gegen neue Rähmchen auszutauschen.

Da die frühlingshaften Temperaturen in den vergangenen Wochen leider auf sich warten ließen, haben wir die Zeit genutzt, um eine Schichtholzhecke vor unseren Beuten zu bauen, die die Bienen beim Abflug aus der Beute zwingen sollen recht hoch zu starten, um Zusammenstöße mit den parkenden Kollegen zu verhindern. Außerdem haben wir weitere kleine Arbeiten um die Bienenstöcke herum erledigt und unsere Materialien zur Vorbereitung der neuen Saison sortiert.

Unserer Völker waren bisher nummeriert, aber in Zukunft sollen sie Namen haben. Wir haben verschiedene Ideen gesammelt und alle Klassen unserer Schule über die Namen abstimmen lassen.

Wir präsentieren stolz die Namen unserer Bienenvölker: Unser erstes Volk heißt ab jetzt „Glücksbienchen“ und das zweite Volk „Honigsternchen“. Im letzten Blogeintrag haben wir bereits erwähnt, dass wir in diesem Jahr ein drittes Volk über einen Ableger bilden wollen – auch für dieses Volk haben wir bereits einen Namen wählen lassen – wir freuen uns darauf die „Honighelden“ kennenzulernen.

Wir hoffen, dass alle Leser ein fröhliches Osterfest verlebt haben.

Bienen in den Startlöchern

 

Dunkelheit liegt drückend über dem Land. Brandenburgische Regengüsse baden in diesen Tagen Mahlow, gefolgt von frostigen Tagen bitterer Kälte. Täglich sieht man auf dem Gelände der Evangelischen Grundschule dick angezogene Mitglieder der AG „Die Bienenschwärmer“ sorgenvoll um die Beuten ihrer beiden Bienenvölker schleichen. Ist noch genug Futter vorhanden? Summen sie noch? Dringt Regenwasser ein? Oder hat sich sogar ein fiese Krankheit breit gemacht? Wöchentlich werden die Beuten gewogen und der Verbrauch an Winterfutter wird akribisch dokumentiert und von den Mitgliedern der AG ausgewertet.

Zwei junge Königinnen aus dem letzen Jahr warten in den Wabengassen ihrer Holzkisten begierig auf die erste Blüten und einen verheißungsvollen Anstieg der Temperaturen. Die Bienenschwärmer starten in diesem Jahr mit zwei Völkern in die Saison und hoffen, ein drittes Volk schaffen zu können, indem sie einen Ableger von einem der bestehenden Völker bilden.

Besonders die Behandlung gegen die gefürchtete Varoa-Milbe hat uns im Herbst und Winter beschäftigt. Die Gabe von Ameisen- und Oxalsäure hat bereits zu einem sehr befriedigenden Milbentotenfall unter der Beute geführt. Ob jedoch diese Maßnahmen ausreichend gewesen sein werden, wird sich zeigen, wenn die ersten unserer geflügelten Schützlinge zu ihren ersten Orientierungsflügen aufbrechen.

Die Logo-Kindernachrichten berichteten am 22.01.2018 von Hoffnungen auf eine unkompliziertere und wirksamere Methode zur Behandlung von Bienenvölkern gegen die Varro-Milben:

https://www.zdf.de/kinder/logo/bedrohte-bienen-100.html

Von unseren Bienen des vergangenen Jahres leben nur noch die Königinnen. Alle anderen Bienen, die Winterbienen, sind in den vergangenen Wochen und Monaten geschlüpft und müssen die Umgebung des Bienenstandes und die möglichen Futterquellen in diesem Frühjahr zunächst einmal erkunden und Landmarken in ihrem „Bienen-Navi“ abspeichern.

Wir freuen uns und sind gespannt, wie sich unser Start in das Honigjahr 2018 gestalten wird und verlassen uns auf die Pflanzwut unserer Nachbarn, Kollegen, Mitschüler und aller Freunde der AG „Die Bienenschwärmer“. Wer uns in diesem Blog folgt und unsere Bienchen ein wenig unterstützen möchte, kann gerne daheim eine kleine Bienenweide anlegen:

http://stiftung-bienenwald.de/index.php/500-bienenweiden

In der Zwischenzeit bereiten sich die AG-Mitglieder bereits voller Erwartung auf die neue Honigernte vor. Zwei Flachzargen wurden bereits als Honigräume ausgestattet. Wenn sich die erste Tracht in der Natur blicken lässt, werden wir diese auf die Beuten aufsetzen und damit das Ernten des Honigs unkompliziert und elegant ermöglichen.

Ein besonderer Dank und Gruß gilt unserem Gründungsmitglied Herrn Bolze, der die Schule und die AG mit dem Beginn dieses Jahres verlassen hat. Möge sich sein Honigglas niemals völlig leeren.

Sommer, Sonne, Bienensorgen

Imkern ist für die Nerven nicht immer gut. Mitunter frisst den Imker die Sorge um Volk, Ernte und Königin beinahe auf und die Versuchung ist groß, zu oft und zu rabiat in den Beuten nach dem Rechten zu sehen.

Kurz vor den Sommerferien haben sich die heldenhaften Bienenschwärmer von ihren beiden Königinnen getrennt. Die eine, obwohl sie eine gute Königin war, wurde langsam zu alt für das produktive Eierlegen und der anderen gebrach es an der notwendigen Ergiebigkeit bei der Reproduktion. Im Jargon der Imker wurden also beide „gedrückt“.

Glücklicherweise machet sich ein Bienenvolk ohne Königin recht schnell eine neue. Voraussetzung ist, dass im Stock befruchtete Eier der letzten Königin vorhanden sind, die dann im Laufe ihrer Brutzeit mit dem famosen Gelée Royale gefüttert werden, das aus normaler Arbeiterinnenbrut Königinnenbrut macht. Auf diese Weise werden mehrere potentielle Königinnen herangezogen. Die erste von ihnen, die schlüpft, übernimmt dann das Volk. Die restlichen Kandidatinnen…werden recycelt.

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten hat dieser Vorgang bei uns hervorragend funktioniert. Beide Völker wurden erfolgreich umgeweiselt. Damit werden wir dann mit zwei jungen, energiegeladenen Königinnen in das neue Bienenjahr starten.

Wenn wir es schaffen, beide Völker über dem Winter am Leben zu erhalten.

Erste Schritte haben wir bereits eigeleitet. Beide Völker sind mit einer hoffentlich ausreichenden Menge Winterfutter versorgt worden (hochkonzentriertes Zuckerwasser, den Honig haben wir uns ja unter den Nagel gerissen). Um festzustellen, ob in den Völkern noch genügend Futter vorhanden ist, müssen diese nun regelmäßig gewogen werden. Mit 30kg und 40 kg haben die beiden Beuten zur Zeit ein ausreichendes Gewicht für die Überwinterung.

Um der Varoa-Milben (http://www.bienenschade.de/Honigbienen/Krankheiten/varroa.htm) Herr zu werden, haben wir unsere Völker bereits zweimal mit 60%iger Ameisensäure behandelt. Die abgetöteten Milben konnten wir anschließend in der „Bienenwindel“ betrachten und zählen. Auf dieser weißen Hartschaumplatte, die unten in die Stöcke eingeschoben wird sammelt sich alles, das aus dem Volk herausfällt. Mit kundigem Auge und Geduld kann die aufmerksame Bienenschwärmerin hier viel über den Zustand seines Volks lernen.

Zu unserem Erschrecken fanden wir unsere ungenutzten Brutwaben vor Kurzem von einer dreisten Horde Wachsmotten befallen, denen wir entschlossen den Garaus gemacht haben. Unsere Rächen und Waben werden demnächst ordentlich verpackt und abgebrannt über den Winter eingelagert. wenn die Honigsaison 2018 anläuft, werden wir sie alle in bester Verfassung brauchen.

Unserer munteren Schar haben sich in diesem Schuljahr drei neue Teilnehmer angeschlossen, die sich über den Winter mit den Bienen, den Werkzeugen und den notwendigen Arbeiten vertraut machen werden. Denn nach dem Honig ist vor dem Honig…